Mega Man Fanfilm

Auf Elhabib findet ihr einen genialen Mega-Man Fanfilm.

Auch, wenn einige Szenen und Kostüme recht käsig aussehen, ist der ganze Film
für Megaman Fans der ersten Stunde doch sehr sehenswert.

Schau es euch mal an,
euer Ventus.

Gewinner stehen fest

Die Gewinner unseres Gewinnspiels stehen fest!

Leider haben ein paar der Gewinner vergessen mir ihre Kontaktdaten zukommen zu lassen.
Wenn du also gewonnen hast, aber noch nichts von mir gehört hast, bitte melde dich hier,
es war mir unmöglich eine Emailadresse o.ä. von dir zu finden.

euer Ventus.

Simon the Sorcerer 1

Ein Point and Click Adventure, das nicht von Lucas Arts ist. Kann das gut sein?
Der Test verrät: Ja.

Simon the Sorcerer kommt mit einer ähnlich komplexen Hintergrundgeschichte
daher, wie die meisten Spiele dieser Art: Simon langweilt sich (“Mir ist langweilig,
ich suche den Hund und stecke ihn in den Trockner”
) und gelangt kurz darauf
durch ein magisches Buch in eine andere Dimension. Hier landen wir im Haus
des Zauberers Calypso, der uns eine Nachricht hinterlässt, dass wir gegen einen
bösen Zauberer namens Sordid kämpfen sollen.

Soweit ganz einfach, leider werden dafür, für meinen Geschmack, ein paar zu viele
Videosequenzen gebraucht, die man jedes Mal weg klicken muss, wenn man das
Spiel wieder neu startet.
Die Steuerung bei Simon the Sorcerer ist einfach, wie es sich für ein Point and Click
Adventure gehört, es gibt aber mehr  Möglichkeiten, was man mit den Dingen machen
kann als ich sie bisher kannte (etwa „verzehre“).

Genug der Vorrede, kommen wir zum Spielen:

Setting

Das erste was mir aufgefallen ist, ist wie GROß die zu bespielende Welt ist. Es gibt
wirklich viele verschiedene Orte und man braucht eine Weile, bis man sich darin
zurecht findet. Das führt dazu, dass man sich anfangs erst einmal schön verläuft,
vor allem im Wald, bis man überall einmal war. Mir hat das gefallen, weil es auch echt
viel zu sehen gab.

Einige der wichtigeren Orte werden auf der Karte eingezeichnet, so dass man sie später
mit einem Klick erreichen kann. Für die Orte dazwischen muss man aber manchmal
recht weit laufen, vor allem wenn man sich nicht mehr ganz genau erinnert, an welcher
Abzweigung das denn jetzt war. Aber mir hat es Spaß gemacht in so einer großen Welt
zu spielen, auch wenn es natürlich je länger man spielt eher zu nerven anfängt wenn die
Wege lang sind.


Wir bespielen eine ziemlich klassische Fantasywelt, was mir das Herz aufgehen ließ,
denn man findet sich sofort zurecht. Natürlich findet man die Questgeber in der Taverne!
Und einen Druiden im Dorf und ein Hexenhaus! Und einen Troll auf einer Brücke (man
sieht zu wenig Brückentrolle heut zu tage…)! Ich fühlte mich auf jeden Fall sofort
zurückversetzt in gute alte Tage. Dabei wird das ganze Genre auf wunderschöne Weise auf
die Schippe genommen, allein schon durch den „Heldentourismus“ den der böse Sordid
ausgelöst hat…

Charaktere:

Hmm… Der Hauptcharakter ist zwar ziemlich frech und unverschämt, bleibt aber sonst
ein wenig flach. Dafür bringt er sie klassischen Helden – Einzeiler, wenn irgendwas
unerwartetes passiert (“gut, dass ich meine Asbestunterhose trage“).

Mit den Nebencharakteren hat man sich aber sehr viel Mühe gegeben und sie aus allen
möglichen Märchen und Fantasygeschichten zusammengesucht. Etwa Prinzessin Parunzel,
oder noch einfacher: Gollum.

Andere Charaktere dagegen sind ziemlich kreativ, wie die Holzwürmer, die einen permanent
des Rassismus bezichtigen (aber ziemlich hilfsbereit werden, wenn man ihnen etwas
Mahagoniholz bringt) oder der traurige Sumpfling, der vermutlich nur deshalb keine
Freunde hat, weil er fürchterlich kocht.

Ich könnte noch ewig weitermachen, mit dem Sausophonspieler, den Zwergen, den ziemlich
homoerotischen Dämonen, dem zweiköpfigen Ladenbesitzer, dem Werfrosch und natürlich
mit den Zauberern, die solange vorgeben Bauern zu sein (oder Bauern, die sich als Zauberer
verkleidet haben, die wie Bauern aussehen wollen), bis man ihnen sagt, dass der Mauscursor
einem sagt, dass sie Zauberer sind, wenn man auf sie klickt… Ihr seht, es gibt viele Charaktere
und allein dafür lohnt es sich schon das Spiel zu spielen.

Gerade am Anfang hatte ich fast schon Suchterscheinungen und habe mich geärgert,
dass ich das Spiel nicht mitnehmen konnte, wenn ich unterwegs war (oder nur eingeschränkt),
nach einer Weile flaute das dann aber auch ein wenig ab. Vom Schwierigkeitsgrad her, ist
das Spiel denke ich schaffbar, als meine Motivation sich verkroch habe ich zwar hin und
wieder in eine Lösung geblinzelt, aber nur an wenigen Stellen war es wirklich nötig.

Sound und Graphik

Kommen wir noch dazu. Die Graphik war ok, aber nicht wirklich begeisternd. Man hat
sich zwar eindeutig Mühe gegeben mit der Hintergrundwelt und wenn man bedenkt,
dass es alt ist, darf es auch pixelig sein. Die meisten Items konnte man erkennen, aber
zusätzlicher Spaß kam durch die Graphik nicht auf.

Der Ton dagegen ging mir ziemlich schnell auf den Geist. Ventus mag die Hintergrundmelodie,
also scheiden sich daran vielleicht die Geister, aber ich habe das Gefühl, das mir das
Gehirn irgendwann die Ohren herausquillt, wenn ich das Gedudel die ganze Zeit hören
muss. Es gibt Veränderungen an einigen Orten, aber auch da wird es schnell wieder eintönig.
Die Stimmen der Synchronisation haben mir auch nicht besonders gut gefallen, vor allem
einer der Holzwürmer hatte eine extrem schrille Stimme. Das Plus an der Stelle ist, dass man
sich bei Simon the Sorcerer, wenn man will, ewig mit einigen Charakteren unterhalten kann,
auch ohne dass es irgendwas mit dem Plot zu tun hat, einfach nur aus Spaß an der Freude
(an einigen Stellen wird man aber auch gezwungen stundenlangen Monologen zu zu hören).

Ebenso muss man manchmal mehrmals mit den Leuten sprechen, bis man sie überzeugen
kann und muss bei einem Gespräch nicht die richtige Lösung bekommen, wenn man sich zu
blöd anstellt. Aber das gehört schon eigentlich gar nicht mehr hierher.

Zusammenfassend: Ich hatte Spaß an dem Spiel auch wenn ich jetzt viel rumkritisiert habe
kann ich es noch mal wärmstens empfehlen, vor allem allen, die wie ich viel Spaß am
klassischen Fantasygenre haben.

Ich mag es, dass das Spiel „Simon the Sorcerer“ heißt und man trotzdem nur an zwei Stellen
Zauber einsetzen kann (“Würstchen?” – “Das ist ein äußerst mächtiges Wort“).

Außerdem ist mir momentan echt schwindelig im Kopf, weil die Stadt – Hintergrundmusik
die ganze Zeit lief, während ich geschrieben habe. Da bleibt nur noch zu sagen:

„Basta la Pizza, Baby!“

1. Retrobörse in Bayern 24.7.2010

Auch nachdem die Retrobörse in Bochum ein voller Erfolg war, kündigt sich nun ein Spinoff der
populären Veranstaltung auch für Bayern an. Am 24.7. können alle Videospielfreunde rund um
München ihre Chance nutzen in Nostalgie zu schwelgen und das ein oder andere Juwel der
Vergangenheit zu erwerben.

Den vollständigen Retrohallen-Report der letzten Börse findet ihr HIER.

Wir sehen uns in Rosenheim,
euer Ventus.


Ausserdem stehen die Gewinner unseres Gewinnspiels fest und werden in den nächsten Tagen per Mail informiert.
Allen glücklichen Gewinnern einen herzlichen Glückwunsch.

Atari Werbung

Ich war heute in einem Second Hand Laden und habe alte Schallplatten durchgesehen, als
mir auf der Rückseite einer Schalltplatte folgende Werbung aufgefallen ist:

Activision wirbt für seine großartigen Atari-2600 Spiele. Die Titel sind es wert durchgelesen
zu werden ;)


2600 Grüße,
Ventus

Marble Madness

Während andere Rennspiele sich mit Autos, Motorrädern oder futuristischen Gleitfliegern
schmücken, bleibt Marble Madness eher bodenständig. Man spielt eine Murmel.


Marble Madness (deutsch: Murmelwahnsinn) erschien 1984 in den Spielhallen und wurde
später für Heimcomputer, aber auch für das NES portiert. Das Spielprinzip ist einfach wie genial.
Es gilt in begrenzter Zeit den Protagonisten, eine Murmel, durch einen Kurs voller Hindernisse
und Abgründe zu steuern. Je schneller man dabei ist, desto mehr Zeit hat man im nächsten Level.
Ist die Zeit vorbei endet das Spiel und man muss von vorne anfangen.

Doch ist die Hindernisbahn bei weitem nicht mit einer normalen Murmelbahn zu vergleichen.
Hindernisse wie Würmer, feindliche Murmeln und die allgegenwärtigen Schluchten bringen
unsere Murmel zum zerbrechen oder herunterfallen. Eis auf der Strecke ist rutschig und sorgt
oft dafür, dass die Murmel von der Bahn fällt, was wertvolle Zeit kostet.

Bei dem Gameplay verhält es sich wie mit Schlittschuhfahren – einfach zu lernen, aber schwer zu
meistern. Am Anfang schafft man es kaum durch die ersten fünf level, aber je länger man spielt,
desto besser murmeln kann man.

Die Grafik ist isometrisch und recht einfach gehalten. Schön finde ich den Dreh- und Glanzeffekt
der Murmel. Die Strecken sind teilweise schön bunt und die Musik eingängig. Sie unterstreicht
das Gefühl mit Murmeln zu spielen recht passend..

Marble Madness hat viele modernere Spiele inspiriert. Sei es Koririnpa oder We Love Katamari
-
Das Erbe von Marble Madness steckt in ihnen allen.

Eine fast perfekte Flash-Portierung des Spiels findet ihr HIER.
Ihr dürft eure Highscores gerne in die Comments posten ;)

Murmelige Grüße,
Ventus


P.S.: Wir arbeiten grade an unserem ersten Video-Review, welches nicht nur ingame-Material, sondern
auch Auftritte der Retrohallen Crew beinhalten wird. <
Ein Tipp zum Spiel: Bullfrog. ;)

Balloon Fight

Es gibt manche Spielprinzipien, die sind einfach so gut, dass sie immer wieder,
bloß in neuem Gewand präsentiert werden. Das Spielprinzip von Balloon Fight
ist wohl eines von diesen. 1984 für das Nintendo Entertainment System
veröffentlicht, bietet Balloon Fight einen Spielspaß, der größtenteils auf dem
Genuss der eigenen Hand-Augen-Koordination beruht.

Dabei soll man ein kleines rot-blaues Männchen, welches an zwei Ballons
festgebunden ist, durch die Luft bugsieren und dabei rosafarbene Ballonmännchen
niedersemmeln, auf dass sie mit einem Fallschirm zu Boden stürzen. Doch Obacht!
Gestraft ist derjenige, der die Absturzopfer einfach ihrem Schicksal überlasst:
Denn die blasen sich einfach mit einer handlichen, mitgeführten Luftpumpe einen
neuen Ballon auf und heben wieder ab. Und das natürlich mit nur einem Gedanken:
Klein Mario niederzusemmeln!

Ich könnte schwören, der hatte grade noch ‘ne rote Mütze auf…
Und was ist mit dem Bart geschehen?

Das kann man aber natürlich ganz einfach verhindern, indem man den Widersachern
einen Tackle verpasst, bevor sie Gelegenheit haben, sich selbst wieder auf die Beine
zu helfen. Außerdem gibt es in Balloon Fight für diesen Akt unterlassener Hilfeleistung
nochmal ordentlich Punkte.

Pumpen, pumpen, bis die Hütte explodiert!

Desweiteren machen Gewitterwolken der Spielfigur das Leben schwer, indem sie mit
Kugelblitzen schießen. Daneben prallt man von der oberen Kante des Screens ab, falls
man übermütig hoch fliegt. Aber wie im echten Leben auch, kommt die Spielfigur,
wenn sie zu weit nach links geflogen ist, wieder an der rechten Seite des Screens raus.
Man sollte meinen, dass das zumindest das Gehüpfe an der Screenoberkante wieder
wett macht, aber einen ungeübten Balloon Fight-Spieler treibt es steuerungstechnisch
schier zur Verzweiflung.

Neben dem 1-Player-Modus bietet Balloon Fight sogar einen waschechten 2-Player-
Modus, in dem man zu zweit die bösen Ballonmännchen fertigmachen kann – oder seinen
Mitspieler. Also wie gut ist das denn, bitte?

Ja, auch für die Hardcoregamer unter euch, die Spiele nicht deswegen spielen, um mal
“alle Level geschafft zu haben”, sondern um “verdammt nochmal der Beste von allen Leuten,
die er/sie so kennt, zu sein”
, gibt es einen wunderbar entspannenden Endless Mode, in dem
man quer durch den Screen an diversen Hindernissen vorbeisegeln und möglichst viele
Ballons zerstören muss. Leider, leider kann ich hierzu auch nicht allzu viel erzählen, da mir
meine durchschnittlich gute Feinkoordination kein Vorbeikommen an eine durch die Luft
schwirrende Ballung von Kugelblitzen erlaubt und ich wohl nur durch wochenlanges Training
mehr vom Modus hätte erschließen können. Aber sicher warten da hinter diesen Kugelblitzen
noch viel fiesere, abgedrehte Hindernisse, die von euch entdeckt werden wollen.

Balloon Fight ist also sicher ein gutes Spiel für zwischendurch, falls man den
Koordinationsanforderungen der guten, alten Konsolenspiele noch gerecht wird.
Aber vor allem gefundenes Fressen für jeden, der noch zuviel Ferien/Urlaub/Freizeit/
unbewachte Arbeitszeit übrig hat und keine Lust hat, sich ein Hobby zuzulegen.
Daher 2 von 5 mintfarbenen Ballons für den wirren Ballonkampf.

Command and Conquer: Tiberian Sun Gratis und Tipps

Im Jahre 2000 erschien der lange erwartete Nachfolger der populären Command&Conquer Reihe.
Zum ersten mal erstrahlte ein Spiel der Serie in pompösen 800×600 und der Kampf NOD vs. GDI
konnte in die zweite Runde gehen. Zehn Jahre später gibt es das fantastische Strategiespiel für den
PC gratis als Download. Wir haben ihn uns angesehen und für euch herausgefunden, wie man auch
auf modernen PCs noch in den Genuß des Klassikers kommen kann.

Tiberian Sun Download

Zuerst einmal die gute Nachricht:

Nachdem ihr das Spiel gedownloaded habt, sind bereits alle aktuellen Patches und notwendige Mods
installiert. Einzig und allein Windows 7 bzw Windows Vista können nun noch Probleme machen.
Wenn das Spiel bei euch ohne Probleme funktioniert, braucht ihr die folgenden Tipps nicht.

Zuersteinmal müsst ihr das Spiel unbedingt nach C:\Programme\EA Games\… entpacken. Das ist für
den Registrierungseintrag wichtig. Habt ihr die 32 bit Version von 7 bzw Vista, reicht es danach die
beigefügte .reg Datei zu benutzen um das Spiel in der Registry zu registrieren. Habt ihr die 64 bit Version
sieht das ganze etwas schwieriger aus, und ihr müsst diese speziell angepasste Version herunterladen
(rechtsklick, speichern unter) und ausführen.
Tut ihr das nicht werdet ihr unter umständen die Fehlermeldung:
“tiberian sun encountered an internal error” angezeigt bekommen.

Nun wird es etwas anstrengender. Dank der Benutzerkontensteuerung von Vista und 7 ist es schwierig
die Internetfunktion des Spiels zu aktivieren. Dazu tut ihr folgendes:

Führt C:\Windows\System32\cmd.exe mit Administratorrechten aus und tippt dann in den sich öffnenden
DOS Prompt folgendes ein:

cd..
cd..
cd Program Files
cd “Command & Conquer The First Decade”
cd Internet
registerWOL.bat

Nun sollten sich zwei Bestätigungsmeldungen öffnen und ihr seid bereit euch einen Benutzeraccount anzulegen.
Aber zuerst wollen wir noch die Auflösung an modernere Bildschirme anpassen.
Öffnet dazu die Datei SUN.INI mit einem Texteditor und passt die Zeilen

[Video]
ScreenWidth=1920
ScreenHeight=1080
StretchMovies=no

entsprechend euer Desktopauflösung an. Wenn ihr nicht wisst, was ihr eingeben sollt, benutzt bei einem Widescreen
Bildschirm 1280 × 720 und bei einer alten Röhre 1024 x 768.

Letztendlich müsst ihr in eurem Router noch folgende Ports eures Routers öffnen, um online spielen zu können:

UDP 1234-1237
UDP 4000 und
TCP 7000

Nun öffnet erst einmal das Spiel und klickt auf Internet. Macht das Spiel beim starten Probleme und meldet
fehlende .dll Dateien, führt es als Administrator aus. (Rechtsklick auf die Sun.exe -> Als Administrator ausführen)
Nun gut aufpassen:

Benutzt nicht den Button
“Create new Name”, sondern gebt euren Wunschnamen und euer Passwort (Welches genau 8 Zeichen lang
sein muss und nicht zu trivial sein darf) einfach in das Login Feld ein und es kann losgehen!
Findet ihr euch in einer leeren Lobby wieder, beachtet die Fehlermeldung die euch der Server im Chatfenster ausgibt.

Und dann kann es losgehen!

Viel Spass bei einer Runde Command and Conquer: Tiberian Sun wünscht euch,
euer Ventus

P.S:
Ihr dürft mich gerne in den Comments zu einer Partie herausfordern ;)

Day Of The Tentacle

Vorwort zum Autor: PointAndClickula hatte als Kind niemals eine Konsole und
hat auch niemals wirklich Computerspiele gespielt. Allerdings hat sie nostalgische
Erinnerungen an Adventures wie Indiana Jones und natürlich Monkey Island,
bei denen sie ihrem Bruder zugeguckt hat, als sie noch viel zu klein für so etwas war.
Deswegen hat sie beschlossen die alten Point & Click Adventures rauszusuchen und
auch mal ein Spiel durchzu spielen. Für das erste Spiel und gleich das erste Review
hat sie sich einen Klassiker ausgesucht: Day Of The Tentacle!

Erstes Spiel, erstes Review:

Spiel starten und es geht direkt los: Eine Tentakel trinkt verseuchtes Wasser und
wird daraufhin böse. Klingt fair. Die Hauptcharaktere werden kurz eingeführt
(ein naiver Nerd, ein fetter Metaller und eine Medizinstudentin mit Stresssymptomen)
und machen sich auf den Weg um ihrem Freund, einem anderen Tentakel, zu helfen.
Die Autofahrt zu dem Haus, in dem die Handlung später spielt, hätte nicht so lang
sein müssen, aber dafür gab es einen Gag mit einer Kuh.
Das entschädigt mich gleich wieder.

Im Haus angekommen darf man das erste mal ein bisschen spielen. Die ersten Items
werden eingesammelt und die Tür zum Geheimlabor gefunden. Zweite Videosequenz:

Der naive Held befreit die beiden gefangenen Tentakeln und damit den Big Bad.
Um ihn aufzuhalten müssen die drei Helden in die Vergangenheit reisen und
dafür sorgen, dass das Wasser, das der Tentakel getrunken hat nicht verseucht wird.
Natürlich geht die Zeitreise schief, einer landet 200 Jahre in der Vergangenheit,
einer genauso lange in der Zukunft und so ergeben sich die beiden Quests des Spiels:
Hilf deinen Freunden wieder in ihre eigene Zeit zurück zu kommen und rette die Welt.

An dieser Stelle war ich schon begeistert. Nach vielleicht 10 Minuten Spiel hat man
schon: Eine Mutation wegen Umweltverschmutzung, einen Bösewicht, der die
Weltherrschaft an sich reißen will, einen naiven Helden, der die Katastrophe
heraufbeschworen hat, einen verrückten Professor samt Geheimlabor, eine
fehlgeschlagene Zeitreise, ein verwinkeltes altes Haus mit Geheimgängen,
eine Mumie mit einer Vogeltränke und eine Kuh. Das kann nur gut werden.





Ich erinnere mich ziemlich gut an das Intro, weil ich es mir zwei mal anschauen
musste. Da es kein anklickbares Menü gibt, brauchte ich einen Fehlversuch,
bis ich das allwissende Internet gefragt habe, wie man speichert.
Ich komme nicht von selber auf die Idee F5 zu drücken.

Das war aber das einzige Problem, was sich mit der Steuerung ergab.


Das Setting:

Das Haus und seine direkte Umgebung kann man auf drei Zeitebenen bespielen.
Dadurch, dass das Haus immer (fast) gleich aufgebaut ist findet man sich in allen
drei Zeiten schnell zurecht, es gibt aber trotzdem genug verschiedene Orte, dass

es nicht langweilig wird. Und es macht Spaß sich die Unterschiede in den einzelnen
Versionen anzuschauen. Ganz gleich sind die Häuser aber nicht, in der
Vergangenheit fehlt ein Raum im Erdgeschoss, der Dachboden ist irgendwie sehr
viel kleiner und in der Zukunft kann man sehr viel weniger Räume bespielen.

Schön sind die Parallelen und gleich bleibenden Elemente:

In Vergangenheit und Gegenwart steht ein dreckiger Wagen vor der Tür und in jeder
Zeit begegnet einem Ted, die Mumie. In der Vergangenheit hängt an der Decke des
Kaminzimmers ein Vogelkäfig, dessen Bewohner als Rauchmelder dient (der Käfig
steht in der Gegenwart auf dem Dachboden), in der Gegenwart wird schamlos
Schleichwerbung für Star Wars gemacht (Kalender im Büro, Sturmtruppenmaske in
Grüntentakels Zimmer, Fernsehansage – als Star Wars Fan fand ich das super), in
der Zukunft gibt es Themenzimmer, einmal Gründerzeit und einmal 70er, also es
macht Spaß sich die ganzen Kleinigkeiten anzuschauen und erst mal das Haus zu erkunden.

In der Vergangenheit gefielen mir die Charaktere am besten (vor allem der zu
spielende Hauptcharakter), die Zukunft fand ich am witzigsten und in der Gegenwart
gab es am meisten zu tun, also hat jede Zeit etwas Gutes.

Schön war auch, dass es zwischendurch immer wieder Einblendungen von
Purpurtentakel gab, in der Gegenwart in Form von rotierenden Zeitungen,
die einem zeigen, was er tut und in der Zukunft direkt in seinem Hauptquartier,
wo er uns fast auf die Schliche kommt. Es erinnert einen zwischendurch wieder
daran, dass man die Welt retten muss und baut so etwas wie Spannung auf.
Naja, so weit das bei einem P&C geht.


Die Charaktere:

Die Hauptcharaktere haben mir alle drei gefallen, vor allem der fette, etwas
dumme Hoagey. Meine absoluten Favoriten sind aber die Künstlerzwillinge
in der Vergangenheit (“verschwinde bitte, wir Künstler reagieren sehr sensibel
auf Leute wie dich” – “was für Leute?” – “fette, dumme Leute”
).

Bernards Charakter kam leider nur zwischendurch auch in seinen Dialogen zum
Vorschein (wenn er statt zu sagen „oh ein Flaschenzug“ anfängt stattdessen die
Funktion eines Flaschenzuges zu erklären).

Bei Laverne gefiel mir am besten, dass das Hauptitem in ihrer Zeit ein Hamster
war (in den Versionen: “gefrorener Hamster”, “nasser, kalter Hamster”, “knusprig
warmer Hamster” und “staubiger, warmer Hamster”
), sie hat sich auch eine Katze
in die Hosentasche gesteckt! Außerdem stammen die besten Zitate von ihr (“Kinder,
die dort, wo ich herkomme Hamster in die Mikro stecken, werden ihren Eltern
weggenommen und zur Adoption freigegeben – also macht es nicht!”
).

Grüntentakel fand ich sehr sympathisch auch wenn er quasi keine Rolle in dem Spiel
hatte, außer da zu sein, Bernard am Anfang einen Brief zu schreiben und am Ende
eine der Zeitmaschinenkapseln zu belegen.

An anderen Charakteren hätte sicher mehr Spaß gemacht, wenn man den Vorgänger
gespielt hätte.

Probleme:

Ohne eine Lösung zu benutzen hätte ich das Spiel vermutlich nicht durchspielen
können. Einige Items waren einfach zu schwierig zu kriegen (die Anlage anmachen
und die dazugehörige Box umwerfen, damit im Zimmer darunter etwas von der
Decke fällt, was ich aber vorher, weil es an der Decke hing, gar nicht gesehen habe)
und ich hatte das Gefühl dass man nur durch „ich probier mal alle Kombinationen
mit den Items die ich dabeihabe“ auf die Lösung kommen konnte, das war ein bisschen
schade. Von selber kam ich nicht auf die Idee einem Pferd aus einem Textbuch vorzulesen
(was mir erst durch die Zeit dafür geschickt werden müsste), damit es einschläft aber
vorher seine Zähne raus nimmt, die ich dann durch die Zeit schicken kann, um sie einer
Mumie einzusetzen… und so weiter. Knifflige, skurrile Lösungen oder unschaffbar wurde
hier nicht immer auseinander gehalten.

Wie oben schon angedeutet wurde es durch die Möglichkeit Items durch die Zeit zu
schicken und die Vergangenheit so zu verändern, dass man in der Zukunft etwas
bestimmtes hat (was ich eigentlich eine sehr schöne Spielidee fand), der Wust an Items
irgendwann so groß, dass ich es echt schwierig fand den Überblick zu behalten. Aber das
war sicherlich auch eine Absicht dahinter.

Ventus sagt, ich soll noch etwas zu Graphik und Ton sagen.

Die Graphik ist zwar einfach aber absolut passend, ich meine, es geht um eine Tentakel,
die die Weltherrschaft an sich reißt, etwas anderes als die Comicgraphik hätte das nicht
rüberbringen können. Man konnte jedes Item gut erkennen und es wurde auf viele
Kleinigkeiten geachtet und alles war sehr liebevoll gestaltet, keine Kritik von meiner Seite.

Ähnlich war es mit der Musik, die war auf die Situationen abgepasst und hat sich in
verschiedenen Zimmern je nach Inhalt geändert. Dass zwischendurch über längere Passagen
die gleiche Musik läuft ist leider ein Problem von einem Spiel, bei dem man viel herumlaufen
und Rätsel lösen muss, aber sie fügte sich schön in den Hintergrund und hat eigentlich nicht
gestört. Nur dass Laverne immer an ihren Fingernägeln gekaut hat, wenn man grade nichts
gemacht hat das ging mir auf die Nerven und es war laut.


Ende:

Schönes Spiel. Das Zeitreisensetting wird voll ausgenutzt und damit man auch gar nicht
erst anfängt über irgendwelche logischen Probleme, die sie zwangsläufig aufwirft,
nachzudenken, wird am Ende noch ein vollkommen unnützes und übertriebenes Paradoxon
aufgebaut. Danke.

Retro Videogame Gewinnspiel!

Ich habe meine Sammlung sortiert und ein paar doppelte Exemplare gefunden,
die nun verlost werden im großen:

Zu gewinnen gibt es folgende Preise:

1x Road Avenger (Mega CD) OVP
1x Modul Aladin (Mega Drive)
1x Modul Mario Paint (SNES)
1x Modul Columns (Gamegear)

Mitmachen könnt ihr unter folgenden Teilnahmebedingungen:

1.) Posted den Link zu diesem Artikel (www.retrohalle.de/?p=278) auf eine der folgenden Plattformen

a) Twitter.com
b) Eurem eigenen Blog
c) Einem Forum, welches Retrogames als Thema hat, und wo noch
niemand anders den Link geposted hat ;)
d) Eurer eigenen Homepage, die Videospiele zum Thema hat.

2.) Posted den Link zu eurem Post als Kommentar in diesen Artikel hier.
Dabei ist eine Emailadresse anzugeben, unter der ich euch auch erreichen kann!

3.) Habt ein bisschen Glück! Die Gewinner werden mit Hilfe von random.org
ausgewählt.

4.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

5.) Einsendeschluss ist der 1.6.2010


Viel Glück und Spass beim mitspielen,
euer Ventus.